Die Zukunft der Leiterplatte
Fraunhofer IZM stellte erste multifunktionale Leiterplatte auf der SMT 2007 vor
Ein Blick auf die immer anspruchsvolleren Elektronikprodukte zeigt es deutlich: Die Zeichen der Elektronikintegration stehen auf „höchste Komplexität“. Kamerahandys, interaktive Navigationssysteme oder die Integration von Sensorik in Sportprodukte sind nur einige Beispiele. Und hatte die Leiterplatte (Board) in den letzten Jahren totgesagt - sie hat ihren Stellenwert längst zurückerobert, aber nun in Form eines Multifunktionsbauteils.
Dies hat massiven Einfluss auf die verwendeten Aufbau- und
Verbindungstechniken. Mit seinem Packaging-Know-how zeigt das
Fraunhofer IZM auf der diesjährigen SMT/Hybrid/Packaging in Nürnberg,
wie unterschiedliche Funktionen dank neuer technologischer Lösungen
gebündelt auf einem Board zum Einsatz kommen können.
Neben klassischen SMD-Bauelementen und BGA-Modulen befinden sich auf
dem gleichen Board u.a. mehrere feinstdrahtgebondete Chips, Flip Chips,
integrierte Passive und ein CMOS-Kamera-Modul mit echter „Through
Silicon“-Ankontaktierung von der Rückseite.
Damit nicht genug, sind in der 4-lagigen Leiterplatte zusätzlich noch
ein auf 50 µm gedünnter Chip sowie entsprechende Leiterbahnen
vergraben. Für diese fortschrittliche Einbettungstechnologie steht am
Fraunhofer IZM der Chip-in-Polymer-Prozess zur Verfügung, bei dem
gedünnte Chips in die Leiterplatte einlaminiert und über Laserbohrungen
und Kupferstrukturierungen kontaktiert werden.
Mit der multifunktionalen Leiterplatte werden zum ersten Mal alle
wichtigen Technologielösungen beginnend beim Systemdesign über die
Aufbautechnologien bis zur Systemzuverlässigkeit in der Chip- und
Boardverbindungstechnik demonstriert.