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“Don’t think it’s only entertainment!”: Mehr Chancengleichheit im Fernsehen

In deutschen Fernsehformaten sind Frauen in technischen oder naturwissenschaftlichen Berufen nach wie vor unterrepräsentiert. Es sind eher amerikanische Serien wie CSI, Dr. House oder Grey’s Anatomy, die Frauen in geschlechtsuntypischen Berufen zeigen und so das jugendliche Publikum für diese begeistern. Im Rahmen der Medienwoche der IFA findet dazu vom 06. bis zum 08. September eine internationale Konferenz von Filmschaffenden und Wissenschaftlern statt.

“Don’t think it’s only entertainment!”: Mehr Chancengleichheit im Fernsehen

www.komm-mach-mint.de

Fernsehserien sind nicht bloß Unterhaltung. Gerade Jugendliche identifizieren sich oft sehr stark mit einzelnen Figuren. Diese bieten ihnen Orientierung während der schwierigen Phase der Pubertät. Positive Identifikationsfiguren können daher hier einen großen Einfluss auf die Entwicklung von Jugendlichen ausüben, insbesondere was ihre Berufswahl, aber auch ihre Vorstellungen vom Leben insgesamt betrifft.

Nach wie vor ist ein deutlicher Unterschied in der Inszenierung der Geschlechter festzustellen: in vielen deutschen Fernsehformaten werden technische Berufe haupsächlich von Männern ausgeübt. Frauen sind nach wie vor in der Minderzahl. Um diese Schieflage zu verbessern, wurde 2007 die Initiative MINTiFF: „Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technologie und Chancengleichheit im Fiction- Format“ ins Leben gerufen. Die Schirmherrschaft hat das Bundesministerium für BIldung und Forschung.

MINTiFF erforscht den Mangel an realen und medialen weiblichen MINT-Berufsrollenmodellen. Dieser stellt der Initiative zufolge eine wesentliche Hürde für junge Frauen dar, den Zugang zu zukunftsträchtigen MINT-Berufen zu finden. Zudem beraten die wissenschaftlichen Mitarbeiter von MINTiFF Medienvertreter, damit diese ihre Programme - im Sinne von Geschlechtergerechtigkeit - ausgewogener gestalten.

Die internationale MINTiFF-Konferenz stellt im Rahmen der medienwoche@IFA ihre zentralen Forschungsergebnisse zur Sozialisations- und Bildungswirksamkeit von Spielfilmen und Serien vor. Außerdem zeigt sie unbeabsichtigte Nebenwirkungen von inszenierten Berufs- und Geschlechterrollen auf die Berufsorientierung Jugendlicher.

Im Dialog mit Teilnehmern aus der Praxis wollen die Forscher unter anderem diskutieren, welche Gestaltungsspielräume für mehr MINT und Chancengleichheit in fiktionalen Formaten existieren und unbeabsichtigte Nebenwirkungen von Spielfilmen und Serien umgangen werden können. Lassen sich in auch fiktionalen Programmen bewusst Bildungsziele verfolgen? Dabei wird es auch darum gehen zu klären, welche Herausforderungen und Aufgaben Strategien für ein verändertes Geschlechts- und Berufsbild für Rundfunkpraxis und -aufsicht, für die Wissenschaft, für Ausbildung und Förderpolitik mit sich bringen.

Unter dem Titel "Don't think it's only entertainment" findet die MINTiFF-Konferenz am 6. und 8. September auf dem Dachgartenfoyer des ICC in Berlin statt. Die Veranstaltung ist ein Teil der medienwoche@IFA, die sich im Zusammenspiel von IFA und Kongress zur führenden Veranstaltung für die konvergente Medienwelt entwickelt hat. Sechs Tage lang vereint sie unter ihrem Dach die weltgrößte Messe für Consumer Electronics IFA (03.09.-08.09.10), den Internationalen Medienkongress (06.09.-07.09.10), Events wie die medianight, das M100 Sanssouci Colloquium, den M100 Medien Preis und die Eröffnung der Berlin Music Week.

Der Anmeldeschluss für die Veranstaltung ist der 25. August 2010. Zu den Vorträgen gibt es auch Simultanübersetzungen.

Weitere Informationen: http://www.mintiff.de

Internationale Konferenz "Don't think it's only entertainment" -
MINT und Chancengleichheit in fiktionalen Fernsehformaten
(mit Simultanübersetzung)
06.-08. September 2010
Dachgartenfoyer - ICC-Berlin

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Zuletzt verändert: 29.07.2010 14:50
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