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Spitzencluster-Wettbewerb: Projekte nehmen Arbeit auf

Dieser Tage fiel der Startschuss für vier Forschungsprojekte des Spitzen-Clusters MicroTEC. Diese beschäftigen sich mit Mikrotechnologien und verfügen über ein finanzielles Gesamtvolumen von über 16 Millionen Euro. Es handelt sich um die erste Welle der 30 gemeinsamen Entwicklungsvorhaben des Industrie- und Forschungsclusters. Die beteiligten Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen wollen mit mikrosystemtechnischen Lösungen bedeutende Innovationen erzielen, insbesondere in der Medizin- und Automobiltechnik. Weitere Partner werden Ausbildung, Know-how und Kooperationsprozesse in der Mikrosystemtechnik verbessern.

Spitzencluster-Wettbewerb: Projekte nehmen Arbeit auf

www.bmbf.de

Die vier Projekte besitzen unterschiedliche Schwerpunkte, die von der Entwicklung mikrosystemtechnischer Bauteile bis hin zu begleitenden Maßnahmen, wie etwa zur Erhöhung des Interesses juinger Menschen an der Mikrosystemtechnik oder zur Effizienzsteigerung von Produktionsabläufen. Auch die anvisierten Anwendungsfelder sind äußerst divers.

Die erste Gruppe entwickelt mikrotechnische Bausteine und Herstellungsverfahren für In-vitro-Diagnosegeräte. Der zunehmende Kostendruck im Gesundheitswesen erfordert eine deutliche Steigerung der Testeffizienz von Laboranalyse-Systemen, insbesondere durch einen verminderten Reagenzienverbrauch bei einem gleichzeitig erhöhten Durchsatz. Die gezielte Konsolidierung und Integration von Funktionen in miniaturisierten Bausteinen ist ein vielversprechender Weg, dieses Ziel zu erreichen.

Der zweite Verbund strebt die Entwicklung und Fertigung neuartiger Mikrosensoren für Fahrzeuge sowie anderen industriellen Anwendungsfeldern an. Es geht hierbei um robuste Abgassensoren auf Basis von Siliziumkarbid, die dazu beitragen, Emissionen und Kraftstoffverbrauch deutlich zu verringern. Diese neuartigen Mikrosensoren leisten somit einen wichtigen Beitrag für die Umwelt und zur Ressourcenschonung.

Mit neu entwickelten Lehrmodulen für den Schulunterricht und außerschulischen Mitmach-Aktionen will eine dritte Forschungs- und Industriegruppe bei jungen Menschen Interesse an der Mikrosystemtechnik wecken. Ziel ist, das Wissen über die Anwendungsmöglichkeiten von Mikrotechnologien zu fördern, die Kreativität zu wecken und Nachwuchskräfte für dieses spannende und vielseitige Berufsfeld zu gewinnen. Im vierten Projekt werden Methoden entwickelt, mit denen Unternehmen den Produktentstehungsprozess optimaler - hinsichtlich Zeit und Qualität - gestalten können.


Unter dem Dach von MicroTEC Südwest arbeiten in Baden-Württemberg inzwischen über MicroTEC Südwest340 Unternehmen und Dienstleister, Hochschul-, Bildungs- und Forschungseinrichtungen gemeinsam daran, die Mikrosystemtechnik auf klar definierten Gebieten voranzubringen. Die Partner bilden einen sogenannten Cluster, das heißt eine regionale Ballung von Wissenschaft und Wirtschaft mit einem technologischen Schwerpunkt. Allein auf Seiten der Hochschulen und Forschungseinrichtungen wirken über 40 Lehrstühle und mehr als 1200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit. Das ist Europas größte Ansammlung an Forschern im Bereich der Mikrosystemtechnik. Etwa jedes siebte weltweit erteilte Patent zur Mikrosystemtechnik kommt aus dem Cluster.

Das Bundesforschungsministerium hatte MicroTEC Südwest Anfang 2010 in die Reihe der deutschen Spitzencluster aufgenommen. Im Rahmen der Hightech-Strategie 2020 der Bundesregierung werden unter dem Dach von MicroTEC Südwest in den nächsten Jahren 30 Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit einem Volumen von 80 Mio. Euro begonnen. Der Bund beteiligt sich zur Hälfte an den MicroTEC Südwest-Projekten. Zusätzlich unterstützt das Land Baden-Württemberg Infrastruktur, Ausbau und Management des Clusters.

Der Schwerpunkt des Clusters liegt auf den Themengebieten Gesundheit, Umwelt und Mobilität. Damit deckt MicroTEC Südwest zentrale technologische und wirtschaftliche Zukunftsfelder ab, die Bundesforschungsministerin Annette Schavan in der kürzlich vorgestellten Hightech-Strategie 2020 definiert hat.

Weitere Informationen zu MicroTEC Südwest im Internet unter: http://www.microtec-suedwest.de

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Zuletzt verändert: 09.08.2010 10:47
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