Neue Fraunhofer-Einrichtung für Mikrosystemtechnik: Pressegespräch und Laborführung
Seit dem 01.07.2010 ist die Familie der Mikrosystemtechnik um eine Einrichtung reicher: Ein Münchner Institutsteil des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM hat sich als Fraunhofer-Einrichtung für Modulare Festkörper-Technologien EMFT ausgegründet. Der Fokus liegt auf Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik. Beim Pressegespräch am 28. Juli stellen die Wissenschaftler ihre Arbeitsgebiete vor und führen Interessierte durch die neuen Labore.
Bei den hochsommerlichen Temperaturen kommt so mancher ins
Schwitzen. Das gilt natürlich ganz besonders für Sportlerinnen und
Sportler. Ob der Wasser- und Salzverlust im Körper schon zu hoch ist,
meldet ein neuartiges T-Shirt aus Sensor-Textilien. Dieses verändert je
nach Zustand sofort seine Farbe. Das T-Shirt gehört zu zahlreichen
Neuentwicklungen, welche die Wissenschaftler vom EMFT beim
Pressegespräch am 28. Juli in München vorstellen werden. Neben
intelligenten Textilien arbeiten die Forscher an vielen anderen
Anwendungen, wie etwa intelligenten Implantaten, steuerbaren Gliedmaßen
und künstlichen Organen.
Diese Beispiele sind nur ein kleiner Ausschnitt der Möglichkeiten, die
Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik heutzutage bieten. Immer mehr
werden sie zu alltäglichen Begleitern, die unser Leben spürbar
vereinfachen. Die Relevanz unterstreicht, wie sinnvoll es ist, ein
Fraunhofer-Institut ausschließlich dieser wichtigen
Schlüsseltechnologie zu widmen, wie nun mit der Gründung der
Fraunhofer-Einrichtung für Modulare Festkörper-Technologie EMFT
geschehen. Eine weitere Arbeitsgruppe zu Sensormaterialien startete
kürzlich in Regensburg.
Im Pressegespräch am 28. Juli werden Prof. Karlheinz Bock und Prof.
Ignaz Eisele aktuelle Forschungsbeispiele und konkrete Anwendungsfelder
der Mikrosystemtechnik vorstellen und einen Ausblick auf zukünftige
Entwicklungen geben. Danach öfnen sich die Türen zu den Labors.
Interessierte können dann einen Blick auf Reinräume zur
Herstellung von Silizium-Mikrosystemen, smarten Kunststoffen und
flexiblen Chips werfen.
Ein Hauptziel der Forschung am EMFT ist die Zusammenführung
verschiedener Technologiebereiche wie Siliziumtechnologie, MEMS,
Biosystemtechnik und Polytronic. Die rund 90 Wissenschaftler,
Ingenieure und Techniker bearbeiten Aufträge aus der Industrie und der
öffentlichen Hand. Zudem soll die Zusammenarbeit mit Unternehmen
verstärkt werden. Zum Beispiel steht demnächst die Gründung des Centers
für Mikrosystemintegration München (CMM) mit Siemens AG Corporate
Technology an, wodurch ein leistungsstarkes und effizientes
Technologie-Netzwerk entstehen soll.
Bei Interesse an der Veranstaltung wird um vorherige Anmeldung gebeten.
Ansprechpartnerin: Gabriele Reiner, Telefon +49 89 54759-510,
gabriele.reiner(at)emft.fraunhofer.de
Weitere Informationen zur Fraunhofer-Einrichtung EMFT:
http://www.emft.fraunhofer.de/index/Fraunhofer-EMFT/Fraunhofer-EMFT.html