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Eine schnelle, zuverlässige und möglichst frühzeitige Diagnose von alterspezifischen Krankheiten ist wichtig, um Folgen des demographischen Wandels beizeiten vorzubeugen. Das gilt auch und vor allem für strukturschwache ländliche Regionen. In Zukunft soll der Einsatz mobiler und preisgünstiger Diagnosesysteme hierbei wichtige Hilfe leisten. Die Mikrosystemtechnik stellt eine wichtige technologische Grundlage für diese Systeme dar.

Ausgangspunkt der Ausschreibung "Mobile Diagnostiksysteme" bildet der demographische Wandel und seine volkswirtschaftlichen Konsequenzen: Im Jahr 2035 wird mehr als die Hälfte aller Deutschen über 50 Jahre alt und jeder Dritte sogar älter als 60 Jahre sein. Das stellt insbesondere das Gesundheitssystem vor enorme Herausforderungen. Die deutliche Zunahme behandlungsintensiver, alterstypischer Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Osteoporose, aber auch kardiovaskuläre und neurodegenerative Erkrankungen wird erhebliche Auswirkungen auf die medizinische Versorgung der Zukunft haben. Gleichzeitig wird es immer weniger Erwerbstätige geben, die das Gesundheitssystem in seiner jetzigen Form werden tragen können.

Präventionsmaßnahmen und die frühzeitige Diagnose von Krankheiten können einer möglichen Kostenexplosion im Gesundheitswesen vorbeugen. Der Einsatz von Mikrosystemen ist eine vielversprechende Möglichkeit, benötigte Diagnosesysteme und -verfahren kostengünstig, zuverlässig und vor allem dezentral herzustellen. Gerade letzteres stellt einen deutlichen Vorteil für ländliche Regionen dar, da diese zumeist unter einer schwachen Infrastruktur leiden, zugleich aber den höchsten Altenanteil zu erwarten haben.

Um den kommenden Herausforderungen angemessen zu begegnen, sollen bisherige Forschungsergebnisse der BioMST unter dem Themenschwerpunkt „Mobile Diagnostiksysteme“ weitergeführt und -entwickelt werden. Forschungsschwerpunkte bilden mobile Diagnostikprodukte, die schnell und zuverlässig den medizinischen Zustand von Patienten analysieren sollen. Vielversprechende Ansätze sollen möglichst schnell in marktfähige Lösungen überführt werden. In diesem Zusammenhang wird auch auf das enorme wirtschaftliche Potenzial neuer Diagnose- und Gesundheitstechnologien hingewiesen, mit denen sich neue internationale Märkte erschließen lassen.

Die Bewerbungsfrist endete am 31.03.2010.

Weitere Informationen zur Ausschreibung finden Sie hier: Bekanntmachung.

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Zuletzt verändert: 10.08.2010 16:35
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