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"Miniaturisierte Biosystemtechnik: Innovation für Diagnostik und Pharma"

6./7.10.2008: Etwa 140 Teilnehmer wurden bei der Veranstaltung im Rahmen der Biotechnica 2008 in Hannover registriert. Vor allem das Thema "Mobile Diagnostiksysteme" wirkte als Publikumsmagnet.

Etwa 140 Teilnehmer konnten für die Konferenz „Miniaturisierte Biosystemtechnik – Innovationen für Diagnostik & Pharma“ gewonnen werden, die am 6. und 7. Oktober auf dem Messegelände in Hannover stattfand. Auf dem Programm standen die Themen „Medikamentenentwicklung und Biomedizinische Forschung“ sowie „Mobile Diagnostiksysteme“. Neben kleineren Unternehmen wie der SensLab oder der Bionas GmbH konnten auch Vortragende namhafter Diagnostik- und Pharmaunternehmen wie der Qiagen AG, der Roche Diagnostics GmbH bzw. der Bayer Schering Pharma AG gewonnen werden.

Vor allem das Thema „Mobile Diagnostiksysteme“, das sich den so genannten „Point-of-Care-Anwendungen“ also dezentralen direkten Untersuchungen in Patientennähe, beispielsweise beim  behandelnden Arzt oder in Kliniken widmete, wirkte als Publikumsmagnet. Im Mittelpunkt beider Schwerpunktthemen stand die Realisierung der „Personalisierten Medizin“. Dr. Eberle von Roche Diagnostics wies in seinem Impulsvortrag zu Beginn der Veranstaltung darauf hin, dass jährlich weltweit mehr als 100.000 Personen durch falsche Medikation bzw. an Nebenwirkungen stürben und erläuterte daran den Bedarf für eine individuelle Therapie und eine entsprechende, differenzierte und individualisierte Diagnostik. Welche Rolle dabei zukünftig die miniaturisierte Biosystemtechnik spielen kann, wurde von Dr. Kristina Hartwig von der VDI/VDE-IT in ihrem Eingangsvortrag hervorgehoben. Am Beispiel Rheuma, einem aus 200 bis 400 unterschiedlichen Krankheitsbildern bestehenden Oberbegriff erklärte sie die Notwendigkeit für eine weitere Spezifikation der Beschwerden, die mit derzeit ungefähr 30 entzündungs- und schmerzlindernden Medikamenten behandelt werden, ohne die genauen Ursachen und Verläufe der Krankheit zu kennen. Das Beispiel Krebs, das zwar derzeit eine steigende Zahl an Neuerkrankungen verbucht, jedoch auch seit Jahren rückgängige Todesraten aufweist zeige, dass die Früherkennung greife und weiter ausgebaut werden müsse.  

Die zahlreichen Vorträge, die sich in den daran anschließenden eineinhalb Tagen dem interessierten Auditorium präsentierten machten deutlich, dass egal mit welchem Thema man sich zur diagnostischen oder therapeutischen Unterstützung auseinander setzt, seien es Biomarker, Gewebediagnostik oder Cell Monitoring Systeme, die Mikrosystemtechnik eine entscheidende Rolle spielt. „Mikrosysteme bereiten den Weg“ war daher auch der Titel des Eröffnungsvortrages von Frau Gehring, Referat Mikrosystemtechnik aus dem BMBF, die im Rahmen der Veranstaltung den neuen Förderschwerpunkt „Gesundheitsforschung und Medizintechnik“ vorstellte. Auch die Herausforderungen die der demographische Wandel an die medizinische Versorgung der Menschen herantragen wird, macht die Verbindung der Biotechnologie mit der Mikrosystemtechnik zu einem spannenden Forschungsfeld. Die Teilnehmer teilten wohl die Einstellung und nutzten die dargebotene Plattform für interessante Diskussionsbeiträge zu den Vorträgen und intensive Gespräche in den Pausen. Abschließend führte Dr. Cord Schlötelburg durch eine sehr interessante Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Industrie, Forschung und Entwicklung, sowie der anwendenden Laborärzteschaft und der Deutschen Gesellschaft für Biomolekulare Medizintechnik (DGBMT), in der die Herausforderungen an die Miniaturisierte Biosystemtechnik von der Idee bis zum Produkt von verschiedenen Seiten beleuchtet wurden. Alle frei gegebenen Vorträge sind auf mstonline einzusehen.

Informationen zum Thema "Miniaturisierte Biosystemtechnik":

Dr. Kristina Hartwig

VDI/VDE-IT

hartwig@vdivde-it.de

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Zuletzt verändert: 16.06.2010 10:05
Kontaktdaten

VDI/VDE Innovation + Technik GmbH (VDI/VDE-IT)
Dr. Kristina Hartwig
Steinplatz 1
10623 Berlin
Tel.: 030 310078-265
Fax: 030 310078-223
E-Mail: hartwig@vdivde-it.de
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