Forumstage 2006
Forumstage zur Kompetenzentwicklung in der Mikrosystemtechnik
12.und 13.Oktober Essen
In diesem Jahr fanden die Forumstage zur Kompetenzentwicklung wieder ganz im Zeichen der Herausforderung der Zukunft statt. Diskutiert wurden aktuelle Fragestellungen für das Berufsfeld der Mikrosystemtechnik. Das waren Fragen zu neuen Inhalten der gewerblichen Ausbildung, zu Formen der Weiterbildung und deren Anerkennung, sowie zu der sich abzeichnenden Konvergenz zwischen Mikro- und Nanotechnologie und den daraus abzuleitenden Anforderungen an moderne Curricula.
Die Referenten gaben Impulse zum Stand der Diskussionen und Arbeitsergebnissen.
In den Diskussionen flossen Sichtweise und Anregungen aller Beteiligten in einen breiten akteursorientierten Gestaltungsprozess ein.
Vorträge
12.10.2006 Forum zur gewerblichen Ausbildung
1. Workshop:
Neue Anforderungen für MikrotechnologInnen -
Brauchen wir neue Curricula für die gewerbliche Ausbildung?
Impuls:
Dietmar Naue, BWAW Thüringen
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Der Vortrag von Herrn Naue stütze sich auf drei zentrale Themen:
- Ausgangssituation nach 8 Jahren Ausbildung im Beruf Mikrosystemtechnologe/- in
- Vorgehensweise seitens der MST- Aus- und Weiterbildungsnetzwerke (AWNET)
- Ergebnisse von Befragungen, Workshops, Gesprächen in den AWNET und bei anderen Akteuren

Die anschließende Diskussion wies eine Vielzahl noch zu beachtender Faktoren auf:
- Sicherung der Grundausbildung und Ergänzung von Zusatzmodulen
- BIBB soll von Diskussion informiert werden
- Anforderungen entsprechen dem industriellen Bedarf, jedoch sind zusätzliche Inhalte nötig
- Überbetriebliche zusätzliche Qualifizierung
- Das erfordert betriebliches Engagement
- Sozialpartner sollen eingebunden werden
- HLT+MST- Auflösung -> Gleichbewertung im Zeugnis vermerken
- Zwischenprüfungen soll durch gestreckte Abschlussprüfung aufgewertet werden
- IHK soll stärker eingebunden und gefordert werden
- Modularisierung , richtungsweisend für Azubis
- Außerdem wurden eine Vielzahl von Problemen deutlich
- Personalmangel an Schulen
- Mangelnde Qualifizierung der Lehrer
- Verantwortungsbewusstsein der Unternehmen zukunftsorientierte Ausbildungsinhalte zu vermitteln
Letztlich blieben folgende Fragen offen:
Sollte es einen finanziellen Anreiz für gezeigte Leistung geben?
Sollte Weiterbildung als Anreiz verwendet werden?
Braucht man neue Konzepte für die betriebliche Ausbildung in der MST?2. Workshop:
Anerkannte Weiterbildungen in der Mikrotechnologie
Vielfalt der Weiterbildung und Qualitätssicherung im Abschluss
sichern!
Impuls:
Markus Lorenz, Siemens Professional Education, Regensburg
13.10.2006 Forum zur Hochschulausbildung
3. Workshop:
Anerkennung beruflicher Kompetenzen für
die Weiterbildung
Wie können Modelle umgesetzt werden?
Impuls:
Dr. Regina Buhr, VDI/VDE-IT GmbH
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Fr. Buhr stellte in ihrem Vortrag diesen zentralen Themen hervor:
- Anerkennung und Anrechnung
- Vorstellung der 12 regionalen Entwicklungsprojekten
- Umsetzungsvorschläge für die verschiedenen Anrechnungsmodelle
- Betrachtung der unterschiedlichen Sichtweise von :
-
- Hochschulen
- Politik
- Unternehmen
- Interessierten

Die anschließende Diskussion ergab Folgendes:
- Vorraussetzung für die Umsetzung ist eine Veränderung an den Hochschulen bezüglich Chancen und Risiko
- Es muss eine Umstellung des BIM stattfinden; im Mittelpunkt dabei die Nutzung für Neues
- Modulhandbücher sollten aktualisiert werden
- Bessere Kooperation der Hochschulen, Industrie und Bildungsträger erforderlich
- Beachtung von London und Aachen
- Ist eine Kernaufgabe der Hochschulen
- Vermittlung von Grundlagen ist erforderlich
- berufsqualifizierend
Letztlich blieb noch eine Frage offen:
- Sind die Studieninhalte wirklich
bedarfsgerecht?
4. Workshop:
Summer Schools zur Mikrosystemtechnik
Wirksames Instrument für Nachwuchswerbung
und Marketing?
Dortmunder Summer School Mikrotechnik
Dr. Christine Neuy, Anja Stenzel, IVAM e.V. Fachverband
für Mikrotechnik
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Microsystems Summer School Berlin
Ralf Kerl, Zentrum für Mikrosystemtechnik Berlin (ZEMI)
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mecmic ’06 – First European Summer School in
Mechatronics and Microsystems
Stefanie Demming, Technische Universität Braunschweig
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Frau Stenzel stellte in ihrem Impulsvortrag die Dortmunder Summer School in ihren Abläufen, Eindrücken und Erfahrungen dar.
Auf folgende wichtigen Punkte ist Fr Stenzel eingegangen:
- Kurze Vorstellung der IVAM
- Entwicklung der Mitgliederzahlen und Länderverteilung
- 1.Dortmunder Summer School
-
- Organisatoren
- Teilnehmer
- Programmpunkte
- Beteiligte Hochschulen und Unternehmen
- Referenten
- Erwartungen und Nutzen für die Teilnehmer
- Erfahrungen und Eindrücke der Teilnehmenden

Herr Kerl vom ZEMI gab in seinem Impulsvortrag einen Überblick über:
- Themen der Sommeruni 2006 in Berlin
- Marketingplan
- Evaluation
- Zukunftsaussichten
- Vorstellung des ZEMI-Konzepts zum Thema Sommeruni in der Mikrosystemtechnik
-
- Ziele
- Zielgruppe
- Finanzierung
- Motivation
- Intention
- Finanzierung
- Marketing
- Zielgruppe
- Programm
- Evaluierung
In der anschließenden Diskussion stellte man alle drei Konzepte für eine Sommeruni einander gegenüber und erörterte anhand der Erfahrungsberichte der drei Referenten die Vor- und Nachteile dieser Konzepte.
Folgendes wurde in der Diskussion herausgearbeitet:
- Die Organisation einer Sommeruni ist mit erheblichem Zeitaufwand verbunden, da die Vorbereitungszeit zwischen 4-8 Monaten liegt
- Wettbewerb um Köpfe spielt wichtige Rolle
- Von großer Bedeutung ist das Knüpfen von Netzwerken untereinander, sowohl auf Seiten der Studenten, als auch der Organisatoren
- Die gegenseitige Ergänzung in Themenfeldern und Terminfenstern bietet sich an
- Die persönliche Ansprache gewinnt immer mehr an Wichtigkeit
5. Workshop:
Konvergenz der Technologien
Wie sollten Curricula das Zusammenwachsen von
Mikro- und Nano aufnehmen?
Impuls:
Professor Dr. Paolo Lugli, TU München
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Professor Dr. Lugli stellte seinen Impulsvortrag unter die Frage „Wie sollte der Lehrplan das Zusammenwachsen von Mikro- und Nanotechnik berücksichtigen?“ In diesem Zusammenhang erläuterte er folgende Aspekte:
- Was ist Nanotechnologie? Erläuterung der Anwendungsgebiete und unters. Verfahrenstechniken
- Gibt es eine Konvergenz zwischen Nano und Mikro? Ergänzungen zum Wachstum beider Techniken und der möglichen Zukunftsperspektiven
- EL und IT Curricula: Gibt es „Plenty of room at the bottom?”

Die anschließende Diskussion stellte folgende Punkte heraus:
- Die Nanotechnologie braucht Interdisziplinarität Spezialisten für integrierte Systeme
- Überwindung von Sprachbarrieren
- Mehr Projektarbeit
- es soll ein berufsbezogenes,auf die Tätigkeit ausgerichtetes Denken vermittelt werden
- Curricula müssen neu geordnet werden
- Mehr Projektarbeit
- Studium sollte für die Zukunft befähigen
Am Ende dieser Diskussion blieben zwei Fragen unbeantwortet:
Wie sollten Grundlagen vermittelt werden?
Müssen die Studiengebühren für eine höhere Betreuungsdichte angehoben werden?